1. Vorbemerkung

Ausgehend vom Brandenburgischen Schulgesetz vom 02.08.2002, dem Rundschreiben 8/09 vom 27.07.2009 zur Fortschreibung und Evaluation von Schulprogrammen, sowie der Verordnung über den Bildungsgang der Grundschule vom 02.08.2007 liegt der Lehrerkonferenz der Weidenhof-Grundschule nachfolgendes Schulprogramm zur Beschlussfassung vor:

Entsprechend dem §7 BbgSchulG bestimmen die Lehrkräfte der Schule damit ihre pädagogische, didaktische, fachliche und organisatorische Tätigkeit selbst.

Wichtig ist es dabei, der Schule ein Profil zu verleihen, das allen Schülern unabhängig von ihren Interessen und Neigungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten Chancengleichheit einräumt und dem § 19 BbgSchulG entsprechend Grundlagen legt.

Das vorliegende Schulprogramm ist kein auf Dauer festgeschriebenes Dokument sondern ist als veränderbares, jährlich zu überprüfendes Programm zu betrachten, das nur durch konkrete, hier nicht detailliert beschriebene Arbeitsaufgaben belebt werden kann.

Unter Beachtung der im nachfolgenden Schulprogramm beschlossenen verbindlichen Vereinbarungen bleibt die im § 67 BbgSchulG (Absatz 2) gesicherte pädagogische Freiheit jeder Lehrkraft unberührt.

Besonders in der Organisation des Unterrichts ist darauf zu achten, dass die Durchlässigkeit aller didaktischen Methoden und Formen des Unterrichts gewährleistet ist.

 

  1. Verbindliche Verabredung von pädagogischen Zielen / Grundsätze zur Umsetzung der Rahmenplanvorgaben

 

  • 1. Sicherung pädagogischer und fachlicher Standards

Die einzelnen Fachkonferenzen entscheiden darüber, welche Prioritäten gesetzt werden.

Jede Lehrkraft ist Mitglied in zwei Fachkonferenzen und nimmt mindestens zweimal im Jahr an den Sitzungen teil (siehe Anlage). Diese Teilnahme sichert die Einhaltung der Absprachen hinsichtlich der Leistungsbewertung und Zensierung in den jeweiligen Fächern, der Durchführung von gemeinsamen Projekten oder Lernwerkstätten, eines fachübergreifenden oder fächerverbindenden Unterrichtens sowie der Erarbeitung der schulinternen Curricula.

Alle Lehrkräfte nutzen in einem angemessenen Umfang Fortbildungsmaßnahmen. In den laut der VV über die Führung eines Leistungs- und Entwicklungsgesprächs mit Lehrkräften (VVLEG-L) vom  24.06.2016 alle zwei Jahre durch die Schulleitung zu führenden Entwicklungsgesprächen, erbringen die Lehrkräfte die Nachweise der besuchten Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen.

Dabei wirkt die Schulleitung beratend in Bezug auf die zielgerichtete Auswahl solcher Fortbildungsmaßnahmen auf die Lehrkräfte ein. Hierbei spielen das Schulprofil und unterschiedlichste Unterrichtsmethoden gleichermaßen eine Rolle. Die Auseinandersetzung mit den neuen Rahmenlehrplänen und das Erstellen und Evaluieren des schulinternen Curriculums stellen weitere Herausforderungen in den kommenden Schuljahren dar.

Die von den Lehrkräften besuchten Veranstaltungen können Diskussionsgrundlage sowohl in Fachkonferenzen als auch in den Teamsitzungen sein.

In den kommenden SCHILF-Veranstaltungen sowie in den thematischen Lehrerkonferenzen beschäftigen sich die Lehrkräfte mit den Themen 1. SchiC (Erstellen und Evaluieren des schulinternen Curriculums) und 2. Schule im gemeinsamen Lernen

  • (1) Da die neuen Rahmenlehrpläne in fast allen Fächern im Schuljahr 2017/ 2018 in Kraft treten, ist es dringend erforderlich, ein neues schulinternes Curriculum auf Grundlage der neuen RLP zu erstellen. Dazu bildet die Arbeitsgruppe „Unterrichtsentwicklung“ unter Mitwirkung der Fachkonferenzleiter Deutsch und Mathematik die Arbeitsgruppe „SchiC“ In den Lehrerkonferenzen des Schuljahres 2016/17 steht die Erarbeitung der schulinternen RLP ebenfalls im Mittelpunkt. Die Kolleginnen und Kollegen nutzen die angebotenen Fortbildungsmöglichkeiten und arbeiten auch in schulübergreifenden Fachkonferenzen.
  • (2) „Der alltägliche Schulalltag wird sehr geprägt, durch das spezielle Umfeld der Schule. Sehr viele Kindern leben in Familien deren Eltern arbeitssuchend oder –los, alleinerziehend und bildungsfern sind. Ihr Alltag wird oftmals durch fehlende Emotionalität und materielle Unsicherheit der Eltern bestimmt. Den Kindern fehlt nicht nur die tägliche Interaktion sondern auch das elterliche Verständnis. Einige Kinder erfahren Gewalt innerhalb der Familie. Knapp die Hälfte[2] der SuS hat einen Migrationshintergrund. Neben Kriegs- und Fluchterfahrungen fehlen ihnen die Sprachkenntnisse. In den letzten Jahren nahm die Anzahl der SuS mit sonderpädagogischen Förderbedarf stetig zu, besonders im Bereich Sprache und in der emotional-sozialen Entwicklung. SuS mit Auffälligkeiten bedürfen besonderer Zuwendung, um Lernerfolg und positive Entwicklung zu gewährleisten. Die Entwicklung von Sozialkompetenz, Selbstwertgefühl, Motorik und Vorwissen sind Grundlage zu Erfüllung von Leistungsanforderungen.“[3]

 

Traditionelle  Höhepunkte sind das Drachenfest im Oktober, an dem auch die zukünftigen Schulanfänger der KITA  „Kinderinsel“ und Schüler der Nuthetal – Schule teilnehmen, der Vorlesewettstreit im November, das Weihnachtskonzert und die Theaterbesuche für alle Klassen.

Jede Lehrerkonferenz ist an ein pädagogisch-psychologisches Thema gebunden. Die erste und letzte Konferenz sind der Organisation des neuen bzw. der Auswertung des Schuljahres vorbehalten.

Alle Kollegen kennen die Bedeutung und den Wert einer regelmäßigen Selbstevaluation. Große Effektivität beim Erreichen des Zieles „Guter Unterricht“ bieten kollegiale Unterrichtsbesuche. Diese werden in regelmäßigen Abständen durchgeführt, soweit es die stundenplanmäßigen Vorgaben und die Umsetzung des Vertretungskonzeptes zulassen.

Schüler und Lehrkräfte sind stets darum bemüht, ein gutes zwischenmenschliches Klima zu pflegen und zu festigen. Sie sehen die Schule als ihre an und sind bereit, für die Entwicklung der Schule etwas Besonderes zu leisten. Dabei bekommt jeder, wann immer erforderlich, Unterstützung und Hilfe. In regelmäßigen Treffen mit der Schulleitung und dem Schulsozialarbeiter erhalten die gewählten Schülervertreter die Möglichkeit über bestehenden Probleme und Gegebenheiten zu sprechen und über anstehende Höhepunkte u.ä. informiert zu werden.

Die Schule setzt sich eigene Normen, Werte und Ziele. (siehe schulinterner RLP „Soziales Lernen“)

  • 2. Didaktisch-methodisch differenzierte Lernorganisation

Die Lehrkräfte legen auf einen lebensnahen, schülerorientierten Unterricht wert, in dem Kreativität und Teamfähigkeit eine besondere Rolle spielen.

Entsprechend dem BbgSchulG (§19, Absatz 1) sind die Schüler „mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und –fähigkeiten … so zu fördern, dass sich Grundlagen für selbstständiges Denken, Lernen und Arbeiten entwickeln…“

Das setzt eine didaktisch-methodisch differenzierte Lernorganisation voraus. Die Rechte und die Freiheit der Lehrkräfte (BbgSchulG §67/2) bleiben auch hiervon unberührt.

Frontalunterricht wechselt mit Formen des offenen Unterrichts.

In jedem Fall ist die Haltung der Lehrkraft gegenüber dem Lernenden von Achtung und Respekt vor dessen individuellen Lernweg und Leistungen gekennzeichnet.

Der Lehrer ist Partner der Kinder, denen er Selbstständigkeit und Verantwortungsgefühl zutraut und nach Mitteln und Möglichkeiten sucht, ihnen in ihren äußerst unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zu entsprechen.

Dabei spielt die sorgfältig geplante Binnendifferenzierung eine große Rolle. Sehr hilfreich sind dafür die individuellen Lernstandsanalysen (ILEA) sowie das Anlegen und Führen von Portfolios. (verantw. Klassenleiter)

Für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden individuelle Förderpläne erstellt und umgesetzt (verantw. Sonderpädagoge). Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben und/ oder im Rechnen werden ebenfalls intensiv gefördert. „Diese Förderung hat das Ziel, ihnen einen ihren Fähigkeiten, Leistungen und Neigungen entsprechenden Platz in der Gesellschaft zu sichern.“[4]

An unserer Grundschule lernen viele Kinder mit Migrationshintergrund, von denen nur sehr wenige bei Schuleintritt über Deutschkenntnisse verfügen. Um schnellstmöglich dieses Defizit auszugleichen, werden sie besonders gefördert und gefordert. (siehe Anlage DaZ).

Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 3 werden den Regelklassen zugeordnet und entsprechend ihrer Sprachkenntnisse unterrichtsbegleitend in Kursen unterrichtet.

Schüler der Jahrgangsstufen 4 bis 6 haben die Möglichkeit, bis zu einem Jahr in der Willkommensklasse zu verweilen und dort die deutsche Sprache zu erlernen. Ein Hauptaugenmerk liegt darin, die Schüler „fit“ für den Alltag zu machen und ihnen die Integration zu erleichtern.

Auch in diesen Jahrgangsstufen erfolgt eine unterrichtsbegleitende Förderung, sobald die Schüler in die Regelklassen wechseln.

Die Lehrkräfte der Schule sind offen für Projekte aller Art, die dem Erziehungsauftrag der Schule und den RLP entsprechen. Dabei vermeiden wir eine einseitige Profilierung. Sowohl Projekte zu musischen und sportlichen Themen als auch Begegnungen, die der interkulturellen Bildung und Erziehung dienen, halten wir für wichtig.

„Schülerinnen und Schüler im gemeinsamen Unterricht ..finden in differenzierten Unterrichtsformen ihren Lernmöglichkeiten entsprechende Lernchancen.“

Besondere Aufmerksamkeit ist dabei der Wahrung und Stärkung von Mädchen und Jungen in ihrer geschlechterspezifischen Unterschiedlichkeit zu widmen. Im Unterricht müssen sich Mädchen und Jungen bei aller Verschiedenheit als gleichberechtigt und gleichwertig wahrnehmen….“ [5]

  • 2.1. Grundsätze des gemeinsamen Unterrichts und der sich daraus ergebenen Förderangebote

 

  • Alle SuS haben die Möglichkeit, im eigenen Lerntempo zu lernen und individuelle Lernziele zu erreichen.
  • Alle SuS lernen gemeinsam möglichst am selben Lerngegenstand, allerdings mit unterschiedlichen Lernzielen.
  • Die Unterrichtsangebote erfolgen in innerer und äußerer Differenzierung.
  • Das gemeinsame Lernen zielt darauf, durch sonderpädagogische und individuelle Unterstützung eine den persönlichen Möglichkeiten entsprechende schulische Bildung zu gewährleisten.
  • Als Grundlage werden für SuS mit sonderpädagogischem Förderbedarf individuelle Förderpläne erstellt, die den jeweiligen Förderschwerpunkten entsprechen.
  • Die sonderpädagogische Unterstützung erfolgt beim gemeinsamen Lernen in der Regel durch Lehrer/innen für Sonderpädagogik.
  • Neben dem gemeinsamen Unterricht existieren kleine Lerngruppen.
  • Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf werden gefördert (auch ohne FAV).
  • Die im Förderunterricht eingesetzten Kollegen/innen führen Nachweise und evaluieren nach oben genannten Hinweisen zur Diagnose den Entwicklungsstand (siehe S.9, Kap.3.3) zur Weiterführung der Förderung.[6]

 

  • 3. Grundsätze der Leistungsbewertung

Die Grundsätze der Leistungsbewertung werden in der Konferenz der Lehrkräfte beschlossen. Aufgabe der Fachkonferenzen ist es, eine Modifizierung und Konkretisierung der Leistungsbewertung vorzunehmen.  Grundlage der Leistungsbewertung ist die entsprechende Verwaltungsvorschrift vom 21.07.2011. Die festgelegten Kriterien und die vorgenommene Gewichtung der Benotung sind für die Lehrkräfte verbindlich und den Eltern in den Elternversammlungen sowie den Schüler im Unterricht offen zu legen.

Besondere Bedeutung haben die Vergleichs- und Orientierungsarbeiten:

Vergleichsarbeiten:

  • v Klasse 3 Mathematik
  • v Klasse 3 Deutsch Lesen
  • v Klasse 3 Deutsch RS

Orientierungsarbeiten:

  • v Klasse 2: Deutsch
  • v Klasse 4: Mathematik
  • v Klasse 4: Deutsch

Grundsätzlich gilt für die Leistungsbewertung:

100-96% = Note 1/ 95-80% = Note 2/ 79-60% = Note 3/ 59-45% = Note 4/              44-16% = Note 5/   15-0% = Note 6

 

  • 4. Lerngerechter und schulorientierter Zeitrhythmus

Bestimmte schulische Höhepunkte, jahreszeitliche Feste und Feiern sind an den Jahresrhythmus gebunden (siehe Pkt. 3.1. „Wohlfühlschule)

Der Unterricht findet in der Regel in einem 45 minütigen Zeitrhythmus statt, kann aber auch als Blockunterricht stattfinden. Diese Entscheidungen treffen die Lehrkräfte unter Berücksichtigung der Klassen- und Schulsituation in der Regel jährlich. Um die Lernerfolge zu steigern und auch „Nichthortkindern“ bei der Hausaufgabenanfertigung gerecht zu werden, bieten wir Schülern dienstags, mittwochs und donnerstags die Möglichkeit, in lerngünstiger Atmosphäre ihre Hausaufgaben anzufertigen. (siehe Übersicht: individuelle Lernzeit)

 

  • 5. Maßnahmen der Organisations- und Personalentwicklung

An der Weidenhof-Grundschule findet der Klassenleiterwechsel in der Regel nach der 3. Jahrgangsstufe statt. Das bedeutet, dass der Klassenleiter einer 3. Klasse im darauf folgenden Jahr wieder eine 1. Klasse übernimmt (der Leiter einer 6. Klasse übernimmt dann eine 4. Klasse).

Laut BbgSchulG (§71) entscheidet die Schulleiterin über den Unterrichtseinsatz der Lehrkräfte. Zur Entscheidungsfindung kann sie sich Vorschläge der einzelnen Fachkonferenzen  einholen, mit dem Lehrerrat beraten und die jährlich stattfindenden persönlichen Gespräche mit den Lehrkräften nutzen.

Während der Konsultation im Staatlichen Schulamt wird eventuell benötigter Bedarf für das kommende Schuljahr beantragt.

Wir unterstützen die Universität Potsdam bei der Ausbildung der Studierenden, indem wir

  • v Studierende im IEP (Eingangssemester)
  • v Studierende im Praxissemester
  • v Sowie Lehramtskandidaten (LAK) betreuen.   (siehe Anlage Betreuung LAK)

Bei Bedarf sind wir am Ende des Referendariats bei gegenseitigem Einvernehmen bestrebt, den Lehramtskandidaten als Kollegen an unserer Schule zu übernehmen.

 

  1. Schwerpunkte zur Erreichung der pädagogischen Ziele

 

  • 1. Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit Schüler und sowie  

deren   Sorgeberechtigten hinsichtlich der gemeinsamen Verantwortung für Bildung und Erziehung (Wohlfühlschule)

 

Die Schule bezieht die Eltern aktiv in das Schulleben ein.

„Die Eltern können in vielen Bereichen mitarbeiten, sei es bei Projekten im Unterricht, …, der Leitung von Arbeitsgemeinschaften usw.“[7]

In den Elternversammlungen werden die Eltern über wichtige Termine, anstehende schulische Höhepunkte und laufende Projekte informiert.

„Die Elternkonferenz vertritt die schulischen Interessen aller Eltern in der Schule.“[8] Hier haben die gewählten Vertreter die Möglichkeit, ihre Probleme „loszuwerden“.

Halbjährlich findet ein Elternsprechtag statt. Die Elternsprecher der Klasse organisieren in enger Zusammenarbeit mit den Klassenlehrern die Elternversammlungen.  An deren Stelle können auch Gruppenelternversammlungen und individuelle Elterngespräche treten.

In den Klassenstufen 1 und 6 werden individuelle Entwicklungsgespräche geführt.

Jeder Klassenleiter kann durch Zuarbeit der Eltern eine „Elterndatenbank“ für seine Klasse erstellen (siehe Formular im Anhang).

So können die Eltern noch besser in die Organisation und Durchführung von Wandertagen und Klassenfahrten sowie anderer schulischer Höhepunkte einbezogen werden.

„Spielen macht Schule“

In unserem neuen Schülerclub kann eine „Guten Morgen Ecke“ eingerichtet werden. Hier können die Kinder unter Aufsicht des Schulsozialarbeiters oder engagierter Eltern ankommen; d.h. Zeit zum gemeinsamen Spielen und Erzählen haben.

Im Rahmen des Ganztages leiten einige Eltern auf Vertragsbasis Arbeitsgemeinschaften; z.B. AG Nähen, individuelle Lernzeit,…

(siehe Übersicht Ganztagsangebote)

Wir streben eine Schule an, in der sich unsere Schüler, die Lehrkräfte und Mitarbeiter wohlfühlen, indem sie gemeinsam festgelegte Normen und Regeln des Zusammenlebens akzeptieren und an der Unterrichtsgestaltung aktiv mitwirken können.

Dazu sind folgende Voraussetzungen notwendig:

Äußere Voraussetzungen:

Raumaufteilung:

Über die Raumaufteilung innerhalb der Schule wird jährlich in Zusammenarbeit mit der Schulleitung und dem Lehrerrat entschieden. Dabei wird angestrebt, einen Klassenraumwechsel nur nach der 3. Klasse oder 4. Klasse vorzunehmen.

Ein Anspruch auf einen bestimmten Raum besteht grundsätzlich nicht. Es sollten aber folgende Punkte Berücksichtigung finden:

Klassenstärke, Einhaltung des Fachraumsystems, stundenplantechnische Voraussetzungen, u.ä.

Raumgestaltung:

Die Ausgestaltung der Klassenräume obliegt den dafür verantwortlichen Schülern unter Anleitung der Lehrkräfte. Dabei wird auf jahreszeitliche Bedingungen sowie auf schulische Höhepunkte Rücksicht genommen. Die Eltern werden aktiv mit einbezogen.

Entsprechend vorhandener materieller Mittel wird es der Lehrkraft überlassen, den Raum in bestimmte Funktionsbereiche (z.B. Lese- und Materialecken) zu unterteilen. Dabei wird angestrebt, bei Werkstatt- und Projektarbeiten die Räume so zu gestalten, dass Partner- und Gruppenarbeit möglich ist.

Für die Renovierung der Klassenräume können Eltern gewonnen werden.

Gestaltung der Flure und Lichthöfe:

In den Fluren sind Vitrinen angebracht, deren Inhalte Auskunft über das abwechslungsreiche und vielfältige Schulleben geben.

(verantw. AG Schulhausgestaltung)

In allen Fluren finden sich Bilderrahmen mit Fotografien und Texten zu den schulischen Höhepunkten der letzten Jahre.

(verantw.  AG Schulhausgestaltung)

 

Innere Voraussetzungen:

Schaffung optimaler Lernbedingungen:

In unserer Schule wird der Beachtung optimaler Lernbedingungen große Aufmerksamkeit geschenkt. Dazu gehören ein geregelter Tagesablauf und wiederkehrende Rituale wie z.B. der Morgenkreis u.ä.

Phasen der Konzentration, der Entspannung, der Bewegung und der Ruhe stehen in einem, dem Alter der Schüler entsprechenden günstigen Verhältnis zueinander.

Unter Berücksichtigung stundenplanrelevanter Voraussetzungen wird angestrebt, dass die Klassenleiter der Klassenstufen 1 bis 3 montags den Unterricht in ihren Klassen beginnen.

Um allen Schülern einen guten Start in den Tag zu ermöglichen, bietet die „Spirelli-Bande“ für alle Kinder ein kostenloses Frühstück an. Von Montag bis Freitag können die Kinder ab 07:15 Uhr im Speiseraum im Bürgerhaus in familiärer Atmosphäre gemeinsam frühstücken. Dabei haben sie auch Gelegenheit, über ihre kleinen und großen Sorgen zu sprechen.

 

Soziales Lernen steht im Vordergrund:

Unterschiedliche didaktische Formen und Methoden, vom Frontalunterricht bis zur offenen Unterrichtsarbeit werden von unseren Lehrkräften bewusst eingesetzt.

Dabei steht ein lebensnaher handlungs- und schülerorientierter Unterricht im Mittelpunkt. Die Schüler werden in die Planung und Gestaltung des Unterrichts effektiv einbezogen. Ihnen wird die Möglichkeit gegeben, sich auszuprobieren, gemeinsam mit anderen zu experimentieren und kreativ an der Lösung von Aufgaben zu arbeiten. Die Zusammenarbeit der Lehrkräfte, insbesondere auf der Ebene der einzelnen Klassenstufen, ist selbstverständlich.

Zur Entwicklung der Persönlichkeit und der Ich-Stärke der Schüler werden in allen Klassenstufen fachübergreifende und fächerverbindende Unterrichtsmethoden und Projekte durchgeführt.

So beginnt  jedes Schuljahr mit einer Kompetenzwoche. Hierfür wurden von der Arbeitsgruppe Unterrichtsentwicklung Kataloge für die Jahrgangsstufen 1 bis 3 und 4 bis 6 zusammengestellt, die die Lehrer zur Vorbereitung nutzen können.

Während der ersten Schultage werden die Kinder im Klassenverband und auch jahrgangsübergreifend unter anderem Übungen im Sozialtraining absolvieren und mit Methoden und Arbeitstechniken vertraut gemacht werden, die ihnen den Schulalltag erleichtern können.

Die Schüler erwerben im Unterricht  Fähigkeiten im Umgang mit Konflikten und lernen es, Ängste vor Problemen abzubauen und Schwierigkeiten jeglicher Art erfolgreich zu überwinden. Dabei erhalten sie die Gelegenheit, ihre Gefühle und ihre eigenen Befindlichkeiten zu äußern.

Außerschulische Partner, wie unser Sozialarbeiter, die Polizei und SIS unterstützen uns mit vielfältigen präventiven Maßnahmen.

Der Schulsozialarbeiter gibt Hilfestellungen bei der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, fördert Elternarbeit, forciert Schülergesprächsgruppen und organisiert eigene Projekte einschließlich deren Durchführung.

Die Drogen- und Suchtprävention gehört in allen Klassenstufen in eine altersgerechte Diskussion. Besonders in den Jahrgangsstufen 5 und 6 werden diese Themen in den Fächern LER, Politische Bildung und Biologie vertiefend behandelt.

Alle Lehrkräfte und Mitarbeiter unserer Grundschule unterstützen die Projekte in geeigneter Weise.

 

Nutzen der Potenzen des Rahmenlehrplanes zur Normen- und Werteerziehung

Mit den Schülern werden Regeln des Zusammenlebens verbindlich vereinbart; dazu gehören Toleranz gegenüber anderen und Normen, die im Zusammenleben und Zusammenarbeiten erfüllt werden müssen. Außerdem werden Verabredungen bzgl. des Umgangs miteinander getroffen. Dazu gehört insbesondere die Schaffung einer freundlichen und rücksichtsvollen Atmosphäre in den einzelnen Klassen.

Auf die Einhaltung der bestehenden Haus- und Klassenordnungen wird besonderer Wert gelegt.

Schüler der 6. Jahrgangsstufe unterstützen, nach einem festgelegten Rhythmus die Aufsicht führenden Lehrkräfte und helfen bei der Einhaltung der vereinbarten Regeln.

Im Juni 2017 bekamen wir vom Deutschen Kinderhilfswerk en Titel „Kinderrechteschule“ verliehen. Wir machen es uns aus diesem Grund zur Aufgabe, verstärkt auf ein kinderrechtliches Engagement zu achten. Dazu gehören auch die Mitarbeit im gesamtdeutschen Netzwerk aller Kinderrechteschulen sowie die Einbindung des Themas in den Schulalltag.

 

Pflege und Stärkung der Schultraditionen

Durch die Pflege und Stärkung von Traditionen an unserer Schule bemühen wir uns um ein interessantes und abwechslungsreiches Schulleben.

Folgende Traditionen sind fester Bestandteil und werden in jedem Schuljahr mit Leben erfüllt:

  • v Feierliche Einschulung
  • v Gemeinsamer Beginn des Schuljahres
  • v Drachenfest
  • v Vorlesewettbewerb
  • v Weihnachtskonzert
  • v Durchführung von Projekten und Teilnahme an schulübergreifenden Wettbewerben
  • v Schulsportfest
  • v Feierliche Verabschiedung Klasse 6
  • v ….

Diese Aktivitäten und Veranstaltungen werden in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppen, den Fachkonferenzen, der Schulleitung und den Kooperationspartnern vorbereitet und durchgeführt.

Es ist uns besonders wichtig, dabei das Selbstwertgefühl der Schüler durch das Schaffen von Erfolgserlebnissen zu stärken.

Des Weiteren gehören zahlreiche Ausflüge, Exkursionen, Wanderfahrten, Museums- und Theaterbesuche zum Schulalltag.

 

3.2.  Umwelterziehung

Ziel: Wir sind um eine lebenswerte Zukunft unserer Kinder in einer von uns Menschen bedrohten (Um-) Welt besorgt. Diese Problematik können wir nicht kurzfristig lösen, deshalb muss ein Prozess der Umorientierung beginnen.

Im Kindesalter sich das Fundament für zukünftige Orientierungen gelegt, deshalb ist es besonders wichtig, die Schüler für so wichtige Themen wie den Umweltschutz zu sensibilisieren. So erhalten Einblicke in einzelne Bereiche von  Naturwissenschaften und Technik. Im Rahmen des Energiesparprojektes beschäftigen sich unsere Schüler mit wichtigen Fragen des Klimawandels, erneuerbaren Energie u. ä.

Unser Umweltverständnis erstreckt sich vor allem auf folgende Bereiche:

Klassen- und Fachräume, Schulhof, Integrationsgarten, Wohngebiet,…

Im vergangenen Schuljahr haben wir uns erfolgreich an der Ausschreibung „Umweltschule in Europa“  beworben. Wir haben die Themen „Energiesparen an Schulen“ und „Naturschutz“ bearbeitet und werden uns auch in den kommenden Schuljahren an diesem Wettbewerb beteiligen.

ND Ökologie  AG Umwelt

Im Rahmen der Neigungsdifferenzierung Ökologie können interessierte Schüler sich mit der Thematik auseinandersetzen. Gleichzeitig nimmt unsere Schule am Energiesparprojekt des kommunalen Immobilienservice (KIS) teil. Seit dem Schuljahr 2016/17 gibt es im Rahmen des Ganztages eine Arbeitsgemeinschaft „Umwelt“.  Ziel aller Aktivitäten ist es, das Umweltbewusstsein sowohl der Schüler als auch der Eltern positiv zu verändern.

 

Klassen- und Fachräume:

Nur in einem sauberen kindgerecht gestalteten Raum, der eine angenehme Temperatur hat und optimal beleuchtet ist, macht das Lernen wirklich Spaß. Es wird angestrebt, dass

  • v auf Mülltrennung geachtet wird
  • v die Mülltrennung und –vermeidung auch im Elternhaus fortgesetzt werden sollte
  • v alle Schüler auf richtig gelüftete Räume und den sparsamen Umgang mit Energie achten
  • v die selbstständige Erfüllung der Pflichten des Ordnungsdienstes erfolgt (Tafelwischen, Kontrolle der Ablagen er Schülertische, Pflege der Grünpflanzen,…)

 

Schulhof

Unsere Schule befindet sich in einem Neubaugebiet und ist von einem weitläufigen Schulhof umgeben. Rings um das Schulgelände befinden sich Grünanlagen, bestehend aus Rasenflächen, Bäumen, Sträuchern und Büschen, die von unseren Schülern gern genutzt werden.

Auf dem Schulhof befinden sich viele Spielgeräte, ein Baumhaus, zwei Klettergerüste sowie zwei kleine Fußballfelder.

Diese Anlagen bedürfen regelmäßiger Pflege.

Die Klassenstufen 4 bis 6 erhalten ein Klassenpflegeobjekt. (siehe Pflegeplan im Anhang)

 

        3.3. Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen

        3.3.1. Schulgarten

Unser Integrationsschulgarten hat sich zu einem Lernort, Übungsfeld und Erlebnisraum entwickelt. Es ist wichtig, dass sich die Kinder mit ihrer eigenen Erlebniswelt identifizieren lernen, ihr eigenes Tun überschauen und inhaltliche Bezüge zu anderen Fächern herstellen können. Bei vielen Vorhaben kann die theoretische Seite mit der praktischen verknüpft werden (durch Eigentätigkeit, Erkunden, Entdecken, Probieren,…).

Die Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Organisationen (NABU-Integrationsgarten, Öko-Laube, Waldschule,…) soll in den nächsten Jahren durch alle Jahrgangsstufen erhalten und bei Bedarf vergrößert werden.

        3.3.2.  Naturkundemuseum

Im August 2016 unterzeichneten der stellvertretende Direktor des Naturkundemuseums Potsdam, Herr Dr. Jobst Pfaender, und die Rektorin der Weidenhof Grundschule, Frau Goldberg, eine Kooperationsvereinbarung.

Das Integrationsprojekt „Heimische Tierwelt vor der Haustür entdecken und „Be-greifen““, schafft ein Bildungsangebot für geflüchtete Kinder ebenso, wie für ihre deutschen Mitschüler.

Von unserer Schule haben sich 30 Schülerinnen und Schüler der Klasse 2c und der Willkommensklasse an diesem  Prpjekt beteiligt, das in den kommenden Jahren seine Fortsetzung findet.

 

         3.4.  Künstlerische und technische Orientierung der Schüler

Sach- und Kunstunterricht sowie das Fach WAT bieten ein großes Betätigungsfeld für eine künstlerische und technische Orientierung unserer Schüler. Dabei legen wir großen Wert auf Kreativität und Produktivität.  Wir wollen als Grundschule mit offenen Ganztagsangeboten eine kreative Schule sein, in der wir mit vielfältigen Angeboten folgende Ziele erreichen werden:

  • v Entwicklung koordinativer Fähigkeiten
  • v ästhetisches Empfinden entwickeln
  • v emotional Komponente ansprechen
  • v Spaß und Freude fördern
  • v Geschaffene Werte achten
  • v Erfolgserlebnisse schaffen
  • v Selbstwertgefühl entwickeln und stärken
  • v Toleranz üben                                         (siehe Anlage Arbeitsgemeinschaften)

 

Seit 2004 haben wir eine Schulbibliothek, die mittlerweile zahlreiche Mitglieder hat. Hier finden regelmäßig Buchlesungen und Vorlesewettbewerbe statt. Ehrenamtlich tätige „Lese-Omis“ gestalten im Rahmen des Unterrichts Vorlesestunden in gemütlicher Atmosphäre.

 

 

 

Weitere Aktivitäten:

  • v Es werden Projekte zur Ausgestaltung unserer Schule (Flure/ Treppenaufgänge) durchgeführt
  • v Wir pflegen unsere künstlerischen Traditionen und wollen ihnen mit der Gestaltung von Einladungskarten, Plakaten und anderen Dingen einen entsprechenden Rahmen verleihen.
  • v In den künstlerischen AG´s können unsere Schüler kreativ sein sich orientieren und betätigen (Theater, Singen, Kunst, Nähen,…)
  • v Besuche in Museen, Galerien, Kinos, Ausstellungen und  Buchlesungen sollen weitere Berührungspunkte zur Kunst bilden und unsere Schüler inspirieren
  • v Einmal jährlich besucht jede Klasse mindestens eine Theateraufführung. (Theatertag)

 

 

   3.5. Sportliche Orientierung

Traditionell betätigen sich unsere Schüler auch auf sportlichem Gebiet. Dazu gehören:

  • v Teilnahme am Crosslauf, MAZ-Staffellauf, Lauffest
  • v Teilnahme an Fußball- und Zweifelderballturnieren
  • v Schulsportfest…

 

Seit vielen Jahren richten wir als Weidenhof-Grundschule im Herbst die Stadtmeisterschaft im Hallenfußball aus.

 

  1. Ganztagskonzept: liegt vor und ist Bestandteil des Schulprogramms

 

  1. Anlagen

 

  • v Arbeitsgruppen
  • v Fachkonferenzen
  • v DaZ (Deutsch als Zweitsprache)
  • v Hausaufgabenbetreuung/ individuelle Lernzeit
  • v Ganztagsangebote
  • v Raumplan (Verantwortlichkeiten)
  • v Hausordnung

 

                                               Programm überarbeitet im September 2017

 

 

                                              

 

[1] Schüler schließt jeweils die weibliche und männliche Form ein und ersetzt „Schülerinnen und Schüler“

[2]48,5% (24.11.2016)

[3] Siehe Konzept zum gemeinsamen Lernen an der Weidenhof-Grundschule

[4] Siehe BbgSchulG Abschnitt 6, §29

[5] siehe RLP; Bildg. u.Erziehg.

[6] Auszug aus dem Konzept zum gemeinsamen Lernen an der Weidenhof-Grundschule

 

[7] Siehe „Schüler und Eltern mit Wirkung“, MBJS 2015

[8] Siehe „Schüler und Eltern mit Wirkung“, MBJS 2015, S. 44